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Armaturen - kleine Wunderwerke der Technik
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Foto: Ideal Standard GmbH
Sanitärarmaturen (Einhebelmischer, Zweigriffarmaturen oder Thermostatbatterien) sind aus Messing, verchromt, vergoldet oder farbig beschichtet in verschiedenen Formen im Handel erhältlich.
Berührungslos (z.B. radar-, infrarot- bzw. optoelektronisch, zeit- oder über Sensoren) gesteuerte Armaturen sind hygienisch und behindertengerecht. Selbstschließende Armaturen helfen, Wasser zu sparen. Und: Studieren Sie beim Armaturenkauf genau die Verpackung. Darauf finden Sie in einem groß gedruckten „Ü“ zwei Ziffern und vier Buchstaben. Sie informieren über die Geräuschgruppe und die Durchflussklasse. Wer es ganz leise mag, entscheidet sich für die Geräuschgruppe 1, die unter dem üblichen Wasserdruck einen Geräuschpegel von etwa 20 Dezibel verursacht. Das entspricht dem Ticken einer Armbanduhr. Armaturen der Geräuschgruppe 2 erreichen ca. 30 Dezibel, eine Lautstärke, die dem Flüstern entspricht.
Das Prüfzeichen auf der Verpackung gibt auch Auskunft über die Durchflussklasse. „A“ bedeutet: Pro Sekunde fließen ein Viertelliter Wasser durch die vollständig geöffnete Armatur, bei der Klasse „B“ sind es 0,42 Liter und bei „C“ ein halber Liter pro Sekunde.
Minimalistische Wannenarmatur, Foto: Grohe
Achten Sie bei der Auswahl der Armaturen auf Qualität: Markenarmaturen werden umfangreichen Tests unterzogen, sind deshalb in der Regel haltbarer, Ersatzteile sind auch mehrere Jahre später noch erhältlich, dafür sind sie aber teurer als No-Name-Produkte aus dem Baumarkt oder vom Discounter.
Für welche Bauart von Waschtischarmatur Sie sich entscheiden, hängt vom gewählten Waschbecken-Typ ab. Für Waschschalen benötigen Sie zum Beispiel eine Armatur mit einem hohen Auslauf.
Es stehen zwei Grundbauformen zur Auswahl:
Bei Zweigriffarmaturen sind die Bedienungsgriffe für kaltes und warmes Wasser getrennt neben dem gemeinsamen Auslauf angebracht. Die Eingriff-Mischbatterie besitzt hingegen nur einen Bedienungshebel, mit dem sich die Wassermenge und -temperatur stufenlos regulieren lassen. Sie hat sich als Standard im heutigen Badezimmer durchgesetzt, da sie sich neben der einfachen Bedienbarkeit des Hebels vor allem in der Einsparung von Wasser und Energie durch kürzere Einstellzeiten sehr bewährt hat.
Die Eckventile unter dem Waschtisch stellen eine sinnvolle Unterteilung der Wasserleitungen in Abschnitte dar. Beim Austausch einer Armatur muss nicht gleich die gesamte Wasserversorgung des Hauses abgestellt werden.
Für die Badewanne empfiehlt sich neben der Mischbatterie eine Handbrause in Reichweite. Wer sofort und immer gleich heißes Wasser möchte, entscheidet sich für eine Thermostat-Mischbatterie. Mit einer Sicherheitssperre versehen, verhindert sie, dass das Wasser ungewollt heißer als 38 °C wird. Ihre Kinder werden es Ihnen danken.
Brause mit Unterputzinstallation, Foto: Grohe
Die Dusche wird ebenfalls mit einer Mischbatterie ausgestattet. Bei der Brause haben Sie wieder die Qual der Wahl: Teller-Kopfdusche mit Kugelgelenk und Wandarm, höhenverstellbare Handbrause mit Gleitstange und Wandhaltern, Schwall oder Seitendüse sorgen für das richtige Duschvergnügen. Daneben werden heute ganze Duschpaneele angeboten, die die einzelnen Funktionen in eine Säule aus Alu, Glas, Kunststoff oder Edelstahl integrieren.
Ganz neu: digitale Shower-Controller mit Memory-Effekt für störungsfreies und energiesparendes Duschen.
Am Bidet ist stirn- oder wandseitig eine Mischbatterie erforderlich. Das WC-Becken erhält einen WC-Spülkasten oder einen Druckspüler (ebenso das Urinal), für behinderte Menschen eventuell mit elektrischer Betätigung (Taster) oder berührungslos.
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