Planung, Ausschreibung, CAD

Bauen im Bestand

Mängel

Aufzugsanlagen sind regelmäßig zu prüfen und zu warten. Typische, an Aufzugsanlagen anzutreffende Mängel können sein:
Eine erhöhte Abnutzung der Seile und der Treibscheibe (an Seilaufzügen) und verminderter Fahrkomfort durch ruckartiges Anfahren und Bremsen aufgrund ungünstiger Abstimmung zwischen Motor, Bremse und Getriebe.
Defekte Teile der Aufzugsanlage durch mutwillige Beschädigung der Kabine oder der Steuerungstasten.
Aus brandschutztechnischer Sicht sind die Fahrkörbe aus Holz oder ähnlichen brennbaren Materialien gefährlich und nicht mehr zulässig.
Manuell zu öffnende Schachttüren erfordern zum Öffnen einen erheblichen Kraftaufwand, so dass sich das Ein- und Aussteigen in den Aufzug schwierig gestalten kann. Kinder, ältere Menschen sowie mobilitätseingeschränkte Personen sind davon besonders betroffen.
Sehr hohe Frequentierung kann zu Mängeln z. B. an der Schachttür im Erdgeschoss führen. Ist z. B. der mechanische Türschließer defekt, wird das Schließen der Tür nur noch sehr langsam durchgeführt, wodurch der Sicherheitsschalter nicht sicher einrastet. Wenn der hydraulische Dämpfer defekt ist erfolgt ein ungedämpftes Zuschlagen der Schachttür mit Lärmbelästigung und Türbeschädigung.
Die Zwischentür im Fahrkorb (Fahrkorberweiterung) wird durch einen Überwachungsschalter kontrolliert. Ist der Verschluss der Zwischentür nicht sicher befestigt, kann z. B. ein Wackeln während der Fahrt ein Abschalten des Aufzuges verursachen.
Die Störanfälligkeit veralteter Anlagen ist relativ groß und der damit verbundene Wartungsaufwand erheblich.
Im Bestand wurden bei Verwendung einer motorgetriebenen Teleskopschiebetür als Fahrkorbabschluss i. d. R. keinerlei Sicherungsvorkehrungen gegen das Einklemmen von Personen oder Gegenständen getroffen.
Störungen an der Aufzugsanlage sind oft auf verschlissene Türschalter, Verriegelungssysteme und Beschädigungen an den Türen zurückzuführen.