Planung, Ausschreibung, CAD

Bauen im Bestand

Maßnahmen

Für vorhandene Aufzugsanlagen besteht die Möglichkeit diese nachzurüsten, um den Fahrkomfort, die Sicherheit, die Zuverlässigkeit und auch die Leistung zu erhöhen:
Der Austausch der Steuerungskomponenten gegen moderne, auf Mikroelektronik beruhende Steuerungskomponenten kann den Fahrkomfort verbessern, darüber hinaus Energie einsparen, die Geräuschentwicklung mindern und die Verfügbarkeit erhöhen.
Der Einsatz einer Frequenzregelung sorgt für exakte Fahrprofile, verbesserte Förderleistung, kürzere Fahrzeiten und optimalen Fahrkomfort. Exakte Bündigstellung gewährleistet sicheres Betreten der Kabine.
Durch die Nachrüstung mit Stellungs- und Fahrtrichtungsanzeigern wird der Nutzer über die Position und Fahrtrichtung des Aufzuges informiert.
Der Einbau einer Leichtkabine mit Kabinentür als Lösung für die Modernisierung oder Nachrüstung bringt kaum zusätzliche Lasten für das Gebäude mit sich.
Bei der Nachrüstung mit einem Aufzug oder Treppenlift sind verschiedene Planungsmerkmale und -empfehlungen zu beachten.
Beim Grundstück sind bei Nachrüstung mit einem externen Aufzug die verringerten Grenzabstände zu beachten.
Für Einfamilienhäuser ist zu beachten, dass bei Einbau eines Aufzuges für mobilitätseingeschränkte Personen die stufenlose Zugänglichkeit des Erdgeschosses sicherzustellen ist. Einfamilienhäuser sollten dann möglichst mit einem Treppenlift nachgerüstet werden, denn die Nachrüstung mit einem senkrechten Behindertenaufzug ist aufwändig.
Um ein Einfamilienhaus leicht mit einem Treppenlift nachrüsten zu können sollte Folgendes beachtet werden:
Es sind Treppenbreiten von ≥ 1,10 m vorzusehen, um einen späteren Treppenlift anbringen zu können.
Hauseingangs- bzw. innere Windfangtür so platzieren und aufschlagen lassen, dass ein Treppenlift gut zugänglich ist.
Das obere Treppenpodest groß genug dimensionieren und die Lage von Türen so anordnen, dass ein Treppenlift bequem zu nutzen ist.
Die äußere Gestaltung wird bei Einbau eines Treppenliftes nicht verändert. Erst die Anordnung von externen Aufzugsschächten beeinflusst das Erscheinungsbild, führt jedoch nicht immer zu gestalterisch befriedigenden Lösungen.
Bei Nachrüstung von Mehrfamilienhäusern mit einem Aufzug ist zu beachten, dass jede Wohnung stufenlos zu erreichen sein muss.
Aufzüge von Gebäuden mit nicht mehr als drei übereinander liegenden Geschossen dürfen i. d. R. ohne eigene Schächte innerhalb der Umfassungswände des Treppenraumes liegen.
Vor (späteren) Fahrschachttüren ist eine Bewegungsfläche von 1,50 x 1,50 m erforderlich. Die Grundfläche des Fahrkorbes sollte 1,10 x 1,40 m betragen.
Bei Nachrüstungen mit einem Aufzug empfiehlt sich im Regelfall ein Hydraulikantrieb, da dann ein oberer Triebwerkraum entfällt.
Die elektrische Anlage des Gebäudes sollte für die Aufzugsnachrüstung dimensioniert sein.
Die interne Anordnung von Aufzugsschächten hat die Anforderungen des planerischen und baukonstruktiven Schallschutzes zu berücksichtigen (keine Lage neben Schlafräumen, schwingungsisolierte Auflagerung von Antriebsaggregaten).